Stunde der Ermutigung

Acht Themenforen zwischen 15.45 Uhr und 17.30 Uhr

1 • „Freiheit“ – Sarah Kaiser Band

Sarah Kaiser bedeutet Gefühl, Leidenschaft und Transparenz. Die gebürtige Berlinerin singt ihre eigene Mischung aus Jazz, Soul und Gospel – jenseits von Klischees und mit klarer eigener Note. Im engen Zusammenspiel mit Pianist und Arrangeur Samuel Jersak entwickelt Sarah eigene Songs und groovig-gefühlvolle Arrangements bekannter Klassiker – von Paul Gerhardt bis Stevie Wonder. Live wird die Band durch Martin Rott (Drums), Martin Simon (Bass) und Olaf Schönborn (Sax) erweitert und überzeugt mit wunderbarem Gespür für druckvolle und sensible Töne. Auf Missionale stellen sie aktuell zum Reformationsjahr ihr neues Album „Freiheit. Auf den Spuren Martin Luthers“ vor.

2 • Glaubensworte, in denen wir und andere wohnen können

Wie finden wir Gottesworte und Glaubenssprache, in denen Platz ist: für unsere Sehnsucht und unsere Schmerzen, für Gottes Überraschungen und unsere Enttäuschungen? In denen unser Herz Heimat findet und gastfrei wird für andere Menschen und ihre Gottessuche – christlich oder anders? Dazu machen wir uns in diesem Seminar gemeinsam auf die Suche.

Prof. Dr. Reiner Knieling, Pfarrer, Leiter des Gemeindekollegs der VELKD in Neudietendorf

3 • Der Kirche ein neues Gesicht geben. Es fängt bei dir an.

Der englische Theologe Michael Moynagh ist einer der führenden Experten für Gemeindeaufbrüche und neue Gemeindeformen in England. In seinem Workshop stellt er heute die Frage, wo Gemeindeaufbrüche bei uns selber beginnen. Wie können wir es vor Ort anstellen, der Kirche ein neues Gesicht zu geben?

Reverend Dr. Michael Moynagh, Oxford

4 • „Okay, aber brauch’ ich nicht.“ Wie Menschen über Kirche denken

Das eigentliche Problem von Kirchen und Gemeinden in unserer Gesellschaft scheint darin zu bestehen, dass ihnen zwar keine breite Ablehnung entgegenschlägt, aber eben auch kein Interesse. Woran liegt das? Was können Christen gegen diesen Bedeutungsverfall unternehmen? Wie können Kirche und Glaube für die Menschen von heute wieder an Bedeutung gewinnen?

Wolfgang Thielmann, ZEIT-Autor, Publizist und Theologe, Pastor, mitverantwortlich für das Ressort „Christ und Welt“ bei der ZEIT und beim Rheinischen Merkur

5 • Freude am Christsein – nicht nur auf Deutsch!

Gemeinden des Internationalen Kirchenkonvents zeigen, wie die Freude über den Glauben bei ihnen gelebt wird. Meistens geht es nämlich in Gemeinden anderer Sprache und Herkunft fröhlicher und ungezwungener zu als in deutschen Gemeinden. Dazu soll es Wortbeiträge, Musik und Gespräche geben. Ein besonderer Fokus soll darauf gelegt werden, wie wir die Freude am Christsein gemeinsam erleben können: Was hindert uns? Welche Probleme gibt es dabei (noch)? Welche best practice-Beispiele gibt es? Was regt zum Freude-Teilen an?

Dr. George Melel, Pastor (Komitee des Internationalen Kirchen-Konvents IKK), Hartmut Hoevel, Gemeindeleiter (IMD-Internationale Mission in Deutschland)

6 • Die Mitte des Evangeliums – eine Leerstelle?

Was macht Christsein im Kern aus? Die Frage ist nur scheinbar simpel oder abstrakt. Unsere Grundüberzeugungen steuern Gemeinde und Alltag. Was würde das ausmachen, wenn deutlich wird: Die Mitte der Guten Nachricht, das ist nicht eine bestimmte kirchliche Struktur, nicht die europäische Kultur, sondern… . Mehr dazu im Forum.

Prof. Dr. Matthias Clausen, Dozent an der Ev. Hochschule TABOR in Marburg und Referent beim Institut für Glaube und Wissenschaft (IGUW)

7 • Christus allein?

Wo trennt, wo verbindet uns heute die reformatorische Grundentscheidung „allein Christus, allein die Gnade, allein der Glaube, allein die Schrift“? Wie ist uns heute ein gemeinsamer Zeugnisdienst möglich? Und was bedeutet das „solus christus“ in einer säkularen und religiös pluralen Gesellschaft?

Podium: Katharina Bärenfänger (ev. Kirchenhistorikerin), Dr. Werner Höbsch (röm.-katholisch), Dr. Dieter Jeschke (ref.), Barbara Rudolph (EKiR), Gregorios Savarakos (gr.-orthodox), Christoph Stenschke (ev.-freikirchlich), Jürgen Wenge (altkatholisch)

8 • Sprache entfesseln und Worte auf die Reise schicken

Die Texte der Bibel sind poetisch, kämpferisch, zärtlich, wütend, mutig, ärgerlich, tröstlich. Und vieles mehr. Unsere Texte über diese Texte, unsere Andachten, Impulse und Predigten, klingen meistens anders. Weniger. Der Workshop soll das ändern. Wir lernen von SlamPoet*innen, spielen mit Sprache und texten über das, was uns antreibt. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, Schreibzeug ist hilfreich.

Holger Pyka, Pfarrer, Künstler, Poetry-Slammer